Verantwortungsbewusstes Spielen
Letzte Aktualisierung: Januar 2026 | ancientforces.de
1. Glücksspiel ist Unterhaltung – keine Einnahmequelle
Glücksspiel sollte ausschließlich als Freizeitbeschäftigung und Unterhaltung betrachtet werden – niemals als Möglichkeit, Geld zu verdienen oder finanzielle Probleme zu lösen. Das Ergebnis von Glücksspielen basiert auf dem Zufall; langfristig gewinnt immer der Anbieter. Setzen Sie daher nur Geld ein, dessen Verlust Sie sich leisten können, und betrachten Sie Ihre Einsätze als Ausgaben für Unterhaltung – vergleichbar mit dem Eintritt ins Kino oder Theater. Spielen Sie niemals unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen und niemals, um Problemen oder negativen Gefühlen zu entkommen.
2. Altersüberprüfung (18+)
Glücksspiel ist in Deutschland ausschließlich für Personen ab 18 Jahren erlaubt (§ 4 Abs. 1 GlüStV 2021). Seriöse, in Deutschland lizenzierte Anbieter sind verpflichtet, die Identität und das Alter ihrer Spieler zu überprüfen. Wir raten dringend davon ab, bei Anbietern zu spielen, die keine Altersverifikation durchführen – diese verstoßen gegen geltendes Recht und bieten keinerlei Spielerschutz. Eltern und Erziehungsberechtigte sollten Zugangsdaten sicher verwahren und gegebenenfalls Kinderschutzsoftware (z. B. Jugendschutzfilter) einsetzen, um Minderjährige vom Glücksspiel fernzuhalten.
3. Warnsignale für problematisches Spielverhalten
Bitte prüfen Sie ehrlich, ob eines oder mehrere der folgenden Anzeichen auf Sie zutreffen:
- Sie versuchen, Verluste durch weiteres Spielen „zurückzuholen" (Chasing Losses)
- Sie verheimlichen Ihr Spielverhalten oder die Höhe Ihrer Einsätze vor Familie und Freunden
- Sie spielen mit Geld, das für Miete, Rechnungen oder den Lebensunterhalt vorgesehen ist
- Sie leihen sich Geld oder verkaufen Gegenstände, um spielen zu können
- Sie spielen länger oder um höhere Einsätze als ursprünglich geplant
- Sie sind gereizt oder ruhelos, wenn Sie nicht spielen können
- Sie vernachlässigen Arbeit, Ausbildung, Familie oder soziale Kontakte wegen des Spielens
- Sie denken ständig ans Glücksspiel oder an die Beschaffung von Spielgeld
- Sie nutzen das Spielen, um Stress, Angst oder Depressionen zu entfliehen
- Versuche, das Spielen einzuschränken oder zu beenden, sind wiederholt gescheitert
Wichtig: Schon wenn nur einzelne Punkte zutreffen, sollten Sie Ihr Spielverhalten kritisch hinterfragen und professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Ein Selbsttest finden Sie bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (siehe Abschnitt 5).
4. Hilfsmittel zur Selbstkontrolle
Alle in Deutschland lizenzierten Glücksspielanbieter müssen Ihnen folgende Schutzinstrumente anbieten. Nutzen Sie diese aktiv – am besten bereits vor der ersten Einzahlung:
- Einzahlungslimits: Legen Sie fest, wie viel Geld Sie pro Tag, Woche oder Monat einzahlen können. In Deutschland gilt ein anbieterübergreifendes monatliches Einzahlungslimit von 1.000 € (LUGAS-Datei).
- Verlustlimits: Begrenzen Sie den maximalen Betrag, den Sie in einem bestimmten Zeitraum verlieren können.
- Einsatz- und Zeitlimits: Beschränken Sie Ihre Einsätze und die Dauer Ihrer Spielsitzungen.
- Reality Checks (Realitätshinweise): Lassen Sie sich in regelmäßigen Abständen anzeigen, wie lange Sie bereits spielen und wie viel Sie eingesetzt oder verloren haben.
- Pause / Timeout: Sperren Sie Ihr Konto vorübergehend für 24 Stunden bis zu mehreren Wochen.
- Selbstsperre (OASIS): Über das zentrale deutsche Sperrsystem OASIS können Sie sich dauerhaft oder zeitweise bei allen lizenzierten Anbietern in Deutschland sperren lassen. Die Sperre kann beim jeweiligen Anbieter oder direkt bei der Aufsichtsbehörde beantragt werden.
5. Hilfsorganisationen in Deutschland
Wenn Sie oder eine Ihnen nahestehende Person Unterstützung benötigen, wenden Sie sich an folgende anerkannte Stellen:
- Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) – „Check dein Spiel"
Telefon: 0800 1 37 27 00 (kostenlos, anonym, Mo–Do 10–22 Uhr, Fr–So 10–18 Uhr)
Website: www.check-dein-spiel.de - OASIS-Spielersperre – Zentrales Sperrsystem der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL)
Website: www.gluecksspiel-behoerde.de - Suchtberatungsstellen vor Ort: Träger wie Caritas, Diakonie, Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) und AWO bieten kostenlose und vertrauliche Beratung an. Adressen finden Sie über die BZgA-Website.
- Anonyme Spieler: Selbsthilfegruppen nach dem Vorbild der Anonymen Alkoholiker – Treffen in vielen deutschen Städten sowie online.
6. Unser Appell: Holen Sie sich Hilfe
Glücksspielsucht ist eine anerkannte Krankheit – und sie ist behandelbar. Wenn Sie bei sich Warnsignale erkennen, zögern Sie nicht: Rufen Sie noch heute die kostenlose Hotline der BZgA unter 0800 1 37 27 00 an oder führen Sie den anonymen Selbsttest auf check-dein-spiel.de durch. Der erste Schritt kostet Mut, aber er lohnt sich. Auch Angehörige finden dort Unterstützung. Denken Sie daran: Es ist niemals zu spät, die Kontrolle zurückzugewinnen.
ancientforces.de setzt sich für ein sicheres und verantwortungsbewusstes Spielumfeld ein.